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Nimmt der Flugbegleiter in 20 Jahren eine Cola?

Wird er wohl müssen. Pöbelnde Passagiere, die zu früh aufstehen und den Saftschubsen das Leben schwer machen wird es auch dann noch geben. Flugbegleiter, die davon genug haben und über die Notrutsche ihren Arbeitsplatz für immer verlassen, werden auch dann wohl die Ausnahme sein. Aber mir geht’s um die Kleinigkeit in der Geschichte:

Steven Slater hat sich vor seinem medial bemerkten Abgang noch eine Dose Bier mitgenommen. Vollkommen verständlich wenn einem so ein dummes Hühnchen anstatt den Sicherheitsanweisungen nachzugehen lieber den Koffer auf den Schädel haut. Von mir aus hätte er auch zwei mitnehmen dürfen. In 20 Jahren werde ich mir wohl anhören müssen: “Was, Du findest es ok, dass er seine Probleme mit Suchtmitteln bekämpft?” “Ja, finde ich. Macht ihn menschlich und dein Übergewicht deutet auf eine ganz andere Sucht hin!” So kann man das Gespräch sicher beenden, auch in 20 Jahren. Keine charmante Art, ich weiß. Aber eine sachliche Diskussion, sieht Leute mit strikten Ansichten gegenüber Suchtmitteln klar im Vorteil. Die um sich greifenden Rauchverbote sind die Vorboten eines Trends geführt von Leuten, die wissenschaftlich unterstützt, genau wissen was gesund ist und was nicht.

Rauchen ist ungesund. Was es unterscheidet von Alkohol? Es schädigt auch noch Mitmenschen. Ok, also wegen mir ein absolutes Rauchverbot in geschlossenen Räumen. Ok, wegen mir auch in temporären Festzelten.

Aber Alkohol ist aus dieser Warte auch ein Teufelszeug: Macht manche aggro, viele für die Krankenkasse sehr teuer und manche können damit gar nicht umgehen und werden dann für die Gesellschaft richtig teuer! Der britische Premier fordert einen Mindestpreis für Alkohol, eine moderate Forderung. Noch konnten die Lobbyisten die Forderungen der Gut-Menschen auf “Nicht unter 18″ und Alkoholverkaufsverbote nach 22h (Baden-Württemberg) reduzieren aber dass Bier und Wein lange noch als Kulturgut einen Sonderstatus haben, wäre keine gute Wette. Noch so ein Feld: Glückspiel. Lassen wir das. Vielleicht leben wir alle irgendwann ohne Suchtmittel aber mit Fahrradhelm länger. Aber wahrscheinlich nicht besser. Leider kann ich es argumentativ nicht untermauern.

Und teurer wird es sowieso schon: Da in Russland die Wälder brennen, darf dort kein Weizen mehr exportiert werden. Das wirkt sich auf andere Getreidearten, wie Gerste, aus, die für’s Brauen wichtig sind und schon gehen die Brauereiaktien in den Keller und die Bierpreise mittelfristig nach oben. Ein Vorteil hat es: So wird der regionale Anbau wieder interessanter. Auch in Berlin ist regionales Bier im kommen. Manche Brauerei braut in ihren Kesseln einfach Limonade, ja auch das geht, ist erfolgreich, braucht keine Gerste und keinen Alkohol und ist somit gesund.

Bis 1850 war das Bierbrauen in Bayern in der Sommerzeit ja ohnehin verboten. Also hätte ein Alkoholverbot ja ohnehin historische Wurzeln! Der Grund war zwar die mangelnde Kühlung aber wenn man da jetzt die Stromverschwendung in diesen Klimazeiten ins Feld führt, ist das ja mindestens genauso schlimm!

Aufpassen müssen die Vertreter einer restriktiven Suchtpolitik dennoch: Studien zeigen, dass der moralische Zeigefinger eher noch den Konsum fördert!

Also genießt die Zeit in der Euch eine App noch 2000 Biersorten beschreibt und trinkt nicht zu viel aber dafür mit Überzeugung ;)

Nikolas

Trinken bis der Sommer kommt!

So könnte langsam das Motto hier im Stuttgarter Großraum lauten, dass um sich greift!
Das Wetter zeigt sich immer noch landwirtschaftsfreundlich – positiv ausgedrückt.
Darum freuen wir uns auf die Zukunft: Gemütlich im Campingstuhl sitzen, Haushaltsgegenstände als Bierhalter entdecken und darüber sinnieren wie gesund Bier doch eigentlich ist.

Sollte die Sonne das Herz Europas wieder entdecken, könnte man auch Zürich wieder mal einen Besuch abstatten…bisher kenne ich nur das <Kaufleuten>. Vor vier Jahren relativ elitär, hat dieser Club mein schweizerisches Partybild geprägt nun schreibt die Süddeutsche, dass es auch entspannter geht: Erst eine ordentliche Portion Fleisch im <Eisenhof>, Comedy im <Mascotte> danach zum Tanzen ins <Blamblamblam> abgerundet vom <Häppi Eck>…will da ein Züricher widersprechen?

Weitere Tipps wie das <Spheres> zum Kaffee-Chillen, will ich noch gar nicht in die Tagesplanung einbeziehen, der Blick aus dem Fenster macht noch keine Hoffnung. Aber manchmal hilft ein Blick aus dem kleinen Europa in die weite Welt um auch bei so einem Wetter wieder glücklich zu sein:

In Afghanistan ist jetzt auch der Alkoholkonsum verboten und in den USA gibt es Väter die ihr Baby gerne gegen zwei Bier getauscht hätten. Da doch lieber im kalten, regnerischen Europa im Inneren ein Bier trinken und sich freuen, dass das stärkste Bier der Welt wieder aus Kontinentaleuropa kommt!

Baden-Württemberg schränkt Alkoholverkauf ein

Die Schwaben gelten als fleissig und geizig. Die Jugend scheint der dort regierenden CDU ein ganz falschen Fleiss zu hegen: Sie trinkt zu fleissig! Sie dürte das ja auch tun aber doch bloß nicht in Kombination mit der anderen Tugend: Geiz!

Ja, ihr habt richtig gelesen. Fleissig und geizig bei der Jugend bedeutet viel  saufen aber dass nicht zur Freude der Gastronomen sondern günstig gekauft in normalen Supermärkten – und das geht nicht. Zumindest nicht für die schwarz-gelbe Regierung. Zumindest nicht am Wochenende. Zumindest nicht nach 22h.

Die Problematik kennt jeder Großstädter, egal wo in der Republik: Betrunkene Jugendliche die lautstark mit ihrer Peergroup kommunizieren ob in der Bahn, in der Innenstadt oder sonstwo.

Die Verbotslogik ist einfach: Wenn am Wochenende der Alkoholverkauf eingeschränkt ist, wird auch weniger getrunken und somit weniger krakeelt oder Agressionen entwickelt und abgebaut. Das mag man nämlich nicht, schon gar nicht im “Musterländle”. Die Liberalen sind da zwar liberaler aber als Juniorpartner an’s folgenlose “Bedenken anmelden” gewöhnt.

Also ist’s beschlossene Sache: Alkoholverbot am Wochenende ab 22h.

Verbot

Verbot

Dumm nur, dass die Jugendlichen trotzdem noch Zeit und Agressionen haben werden und die, die es richtig nötig haben auch bestimmt soweit vordenken und den Alkohol vor 22h besorgen. Spontankäufer fallen zwar weg aber ob damit das Problem von alkoholisierten Jugendlichen eingedämmt wird, kann bezweifelt werden.

Die wirklichen Ursachen wie Frustration aufgrund geringer Perspektiven, schlecht funktionierende Elternhäuser oder Identitässuche sind schwerer und vor allem nur mit teuren Mitteln zu bekämpfen.

So macht man lieber ein Gesetz, dass zwar auch Bürger betrifft, die verantwortungsvoll mit Alkohol umgehen können aber um 21h noch kein Geschenk für die anstehende Geburtstagsfeier eines Kumpels haben aber “Hauptsach’ des isch a suppr Sach und gar ned deur” – Pech gehabt verantwortungsvoller Bürger. Der Zweck heiligt die Mittel und wenn es schon so schwierig fällt den Finanzmarkt zu regulieren dann zeigt man eben in leichteren Politikfeldern Performanz.

Lassen wir uns überraschen ob bald eine verminderter Mehrwertssteuersatz für die Anti-Baby-Pille gilt, weil es zu wenig Kita-Plätze gibt…was meint ihr?

Broken Glass…

…everywhere
People pissing on the stairs, you know they just don’t care
I can’t take the smell, I can’t take the noise no more!

Ob Grandmaster Flash mit dem ersten Vers seines Klassikers “The Message” die Zustände auf St. Pauli beschrieben hat, bleibt sein Geheimnis – jedenfalls sah es die Stadtverwaltung so und weist mit 54 Schildern auf das neue Glasflaschenverbot am Wochenende in St. Pauli hin.

Ob dort viel Kulmbacher ausgeschenkt wird entzieht sich unserer Kenntnis, wäre aber ein Grund warum die Brauerei dem bundesdeutschen Biertrend strotzt.

Wer das Bier noch nicht kennt, dem sei die Kulmbacher Bierwoche (25.07.09 – 02.08.2009) ans Herz gelegt. Wie Insiderinformationen belegen werden sogar Gruppen aus Stuttgart erwartet!

Ansonsten setzt sich auch dem Biermarkt eine weitere Konzentration fort: Die BIG FIVE im Business repäsentieren jetzt fast 50% des Welt-Bier-Marktes.