Baden-Württemberg schränkt Alkoholverkauf ein
Die Schwaben gelten als fleissig und geizig. Die Jugend scheint der dort regierenden CDU ein ganz falschen Fleiss zu hegen: Sie trinkt zu fleissig! Sie dürte das ja auch tun aber doch bloß nicht in Kombination mit der anderen Tugend: Geiz!
Ja, ihr habt richtig gelesen. Fleissig und geizig bei der Jugend bedeutet viel saufen aber dass nicht zur Freude der Gastronomen sondern günstig gekauft in normalen Supermärkten – und das geht nicht. Zumindest nicht für die schwarz-gelbe Regierung. Zumindest nicht am Wochenende. Zumindest nicht nach 22h.
Die Problematik kennt jeder Großstädter, egal wo in der Republik: Betrunkene Jugendliche die lautstark mit ihrer Peergroup kommunizieren ob in der Bahn, in der Innenstadt oder sonstwo.
Die Verbotslogik ist einfach: Wenn am Wochenende der Alkoholverkauf eingeschränkt ist, wird auch weniger getrunken und somit weniger krakeelt oder Agressionen entwickelt und abgebaut. Das mag man nämlich nicht, schon gar nicht im “Musterländle”. Die Liberalen sind da zwar liberaler aber als Juniorpartner an’s folgenlose “Bedenken anmelden” gewöhnt.
Also ist’s beschlossene Sache: Alkoholverbot am Wochenende ab 22h.
Dumm nur, dass die Jugendlichen trotzdem noch Zeit und Agressionen haben werden und die, die es richtig nötig haben auch bestimmt soweit vordenken und den Alkohol vor 22h besorgen. Spontankäufer fallen zwar weg aber ob damit das Problem von alkoholisierten Jugendlichen eingedämmt wird, kann bezweifelt werden.
Die wirklichen Ursachen wie Frustration aufgrund geringer Perspektiven, schlecht funktionierende Elternhäuser oder Identitässuche sind schwerer und vor allem nur mit teuren Mitteln zu bekämpfen.
So macht man lieber ein Gesetz, dass zwar auch Bürger betrifft, die verantwortungsvoll mit Alkohol umgehen können aber um 21h noch kein Geschenk für die anstehende Geburtstagsfeier eines Kumpels haben aber “Hauptsach’ des isch a suppr Sach und gar ned deur” – Pech gehabt verantwortungsvoller Bürger. Der Zweck heiligt die Mittel und wenn es schon so schwierig fällt den Finanzmarkt zu regulieren dann zeigt man eben in leichteren Politikfeldern Performanz.
Lassen wir uns überraschen ob bald eine verminderter Mehrwertssteuersatz für die Anti-Baby-Pille gilt, weil es zu wenig Kita-Plätze gibt…was meint ihr?

