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Bier statt Bildung

In Deutschland soll die Familie gestärkt werden. Ein gutes Ziel. Nur wie so oft liegt der Teufel im Detail:

Geplant ist ein Betreuungsgeld in Höhe von 150€ für Eltern die ihre Kleinen (unter drei Jahren) zuhause erziehen.

Die Forderung der CSU wurde im Koalitionsvertrag umgesetzt und sorgt für Kritik. Einige Politiker befürchten, dass das Geld nicht den Kindern zugute kommt sondern den Eltern und deren Lastern.

Mal wieder stellt sich die Frage wie groß der Teil der Gesellschaft ist, der nicht selbstständig verantwortungsvoll mit staatlichen Leistungen umgehen kann.

Beer for Education?

Beer for Education?

15-20% der Familien sieht Harald Martenstein vom tagesspiegel als nicht fähig das Betreuungsgeld sinnvoll einzusetzten und beschreibt schön griffig die Konsequenzen der Bildungsprämie: Kriminalität auf Pump.

Die Welt hat da eine andere Meinung: Die Entmündigung des Prekariats sei falsch und das Kindergeld noch falscher da es meist nur Doppelverdienerpaaren nützt.

Auch Neuköllns Bürgermeister sieht das Betreuungsgeld kritisch. Und wir müssen beipflichten:

Gerade weil Bier ein schönes und gutes Getränk ist, braucht man zuerst Bildung um es in vollen Zügen wertschätzen zu können. Bildung ist die Nahrung für Assoziationen und Artikulation und das ist notwendig um über Bier schön fachzusimpeln.

Ein Kompromiss wäre die Ausgabe in Gutscheinen. Was meint ihr?