Die Bar “König City” will dem Ruf alle Ehre machen und fordert für die Maß 11€. Die Erklärung von Geschäftsführer Udo Stock im Kölner Express: „Das Bier ist so teuer, weil wir Wert auf besonderes Publikum legen. Wir wollen hier Leute wie die Fortuna-Fans nicht – die sollen zum »Weißen Bären« gehen. Oder zum »Paulaner«, wo es stinkt!“ (Kölner Express)
Kennt jemand den Laden?
Kennt jemand ne coole Kneipe in Düsseldorf?
Oder ist Köln doch das Maß aller Dinge? Das schönere Panorama hat die Dom-Stadt, unserer Meinung, ja bereits. Die bessseren Kneipen auch? Welche ist die Beste und welche macht dem “König City” Konkurrenz?
Der Prinz bietet einem ja die Top Ten an, hat er Recht oder hinkt er dem Trend (mal wieder) leicht hinterher?
Am Freitag im angesagten Club ein Heineken, zur Champions League in der Stammkneipe bewusst ein Wulle oder andere regionale Biere. Manchmal schmückt man sich lieber mit einer kosmopolitischen Marke, manchmal soll es aber dann schon was Regionales sein. Geschmacklich gibt’s schließlich Höhen und Tiefen – ob bei den global players oder von der Brauerei um die Ecke. Kudo vom Hopfen & Malz – Blog wundert sich deshalb auch über die Werbekampagne der Ayinger Brauerei, die als Testsieger aus der Öko-Test-Bewertung hervorging. Diese wirbt mit der Region als Kaufargument: Denn wer Ayinger trinkt, unterstützt Arbeitsplätze in der Region, hilft der regionalen Kultur, unterstützt klimafreundliche Transportwege und und und.
Kundo findet das blöd und macht seine Kaufentscheidung lediglich vom Geschmack abhängig.
Wie steht’s bei Euch um regionales Bier? Im Zweifel dafür? Immer leicht im Vorteil gegenüber den Großen? Egal?
Spielt bei euch was anderes eine Rolle ausser Qualität und Preis?
Ungebrochen ist jedenfalls der Trend hin zu kleinen Brauereien, wie die Bild-Zeitung bemerkt:
Mit nur einem Festangestellten und viel Herzblut probieren Enthusiasten diese Traditionsmarke wiederzubeleben.
Und dieser Trend ist nicht nur auf Deutschland beschränkt:
Auch im schweizerischen Luzern haben sich 560 Leute zusammengetan um dort die Marktführerschaft der zum Heineken-Konzern gehördenden Eichhof Brauerei zu beenden.
Am Sonntag schloss auch das zweitgrösste Bierfest Deutschlands, der Wasen in Stuttgart, seine Pforten, ein Grund für Wiesn und Wasen Bilanz zu ziehen:
Es gab mehr gegessene Ochsen (111), mehr Bierleichen (759) und Journalistenkontakte (3657) aber weniger Bierkrugdiebstahl (145 000). Es wurden 100 000 DM umgetauscht, ein Milchzahn abgegeben und 18 Kinder wieder abgeholt. Nette Bilder wurden natürlich auch geschossen. Der SPIEGEL lässt auch in den Alltag einer Bedienung blicken.
Durch die Terrorwarnungen ging so die Besucherzahl um 300 000 zurück aber der Bierkonsum blieb stabil (!).
Das die Wiesn eine Sonderwirtschaftszone ist zeigt auch die Teuerungsrate:
..liegen nah beinander, ähnlich wie Bier und Paul Gascoigne:
Den von eingefleischten englischen Fussballfans nur “Gazza” genannte Paul Gascoigne scheint eine schwere Zeit durchzumachen – 6 Bier in 20 Minuten schafft man sonst nicht so ohne weiteres…
Weiss jemand wie’s bei anderen Brauereien aussieht?
Das Bier in Maßen gesund ist, weiß mittlerweile ja jeder Genießer aber um Euch nochmal ein paar Argumente an die Hand zu geben, hier noch ein paar Facts:
Österreich: Letzte Woche war Feierstimmung in der Alpenrepublik. Der Bierkrieg ist vorbei. Die traditionsreiche Marke Ottakringer ist wieder komplett in Österreichischer Hand! Ein Grund für drei Stunden Freibier.
Benin: Dort kriegt ein Gast als Zeichen der Wertschätzung ein Glas Wasser. Denn das ist teurer als Bier.
Tschechien: Die Mutter aller Biere, das Pilsner Urquell aus Pilsen, gehört ja mittlerweile zu den South African Breweries. Diesen internationalen Flair versucht die Marke mit dem “Bartender of the Year“-Wettbewerb zu dynamisieren. Der deutsche Bartender of the Year steht schon fest, demnächst wird in Berlin der Weltmeister gesucht & gekürt. Wer bei Tschechien an was anderes denkt, ist bei Pilsner Urquell auch nicht falsch: Im Pilsner Urquell Spiel kann man nach und nach eine Frau ausziehen indem man(n) Flaschen sammelt, die vom Himmel fallen. Prost!
Wen es nach München zieht, sollte sich beim “Wildbieseln” nicht erwischen lassen. Dieses schöne Wort umschreibt das Urinieren außerhalb der dafür vorgesehenen Örtchen und wird, wenn Ermahnungen nichts helfen, mit 35 € geahndet.
Verständlich, bei wohl mehr als 7 Millionen Besuchern und kostenlosen Toiletten…
Egal, wieviel “Wildbiesler” es gibt – man wird auf jeden Fall keine offiziellen Photos von Alkoholleichen oder Nackten aus den Zelten sehen. Auf diese Zensur weist der bayrische Journalisten-Verbandhin.
Wer ausländischen Gästen die bayrischen Befindlichkeiten näherbringen will, sollte auf den Wiesn-Guide der Süddeutschen Zeitung verweisen. Auch “wildbieseln” kommt darin vor
Der Einbruch in Österreich kann jedoch auch daran liegen, dass unsere Nachbarn laut Dietmar Gunz (Chef vom Reiseveranstalter FTI, sonnenklar.tv) lange Zeit zu stark auf Champagner anstatt Bier gesetzt haben. Er weißt in einem Interview auf den Preisdruck durch ausländische Reiseziele hin und fordert eine Rückkehr zum Normalmaß.
Ab heute heisst es wieder “O’ zapft is” – Christian Ude (Münchens OB) wollte nicht mehr als drei Schläge brauchen…soviel zu den unwichtigsten Infos! Wer mit nützlichen Tipps und solidem Wissen glänzen will, findet in den kommenden Zeilen Erfüllung:
- begründet wurde das Oktoberfest 1810 durch die Hochzeit von Kronprinz Ludwig und Prinzessin Therese durch ein Pferderennen…seitdem heisst die Wiese “Theresienwiese” und zum 200-jährigen Jubiläum nächstes Jahr wird mancherorts von einer Wiederholung des Pferderennens gemunkelt.
- das Hofbräu-Zelt ist das Größte und fasst ca. 10 000 Besucher, es werden knapp 7 Mio. Liter getrunken & mehr als 6 Mio. Besucher erwartet
- Wer keine Reservierung hat sollte zur Zeltöffnung (10h unter der Woche, 9h am Wochenende) vor dem Zelt stehen um die zünftige Stimmung genießen zu können. Die Wiesnwirte müssen am Wochenende ihr komplettes Mittelschiff reservierungsfrei halten und unter der Woche immerhin ein Drittel des Mittelschiffs.