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Schläge für Bier oder Bier für Schläger?

Was für ein Aufsehen hatte es gegeben als Ende letzten Jahres in Malaysia das Model Kartika Sari Dewi Shukarno zu 6 Stockschlägen wegen Trinken eines Bieres verurteilt wurde (wir berichteten). Die internationale Empörung zeigte nun offenbar Wirkung, sodass der zuständige Sultan die Strafe in drei Wochen gemeinnützige Arbeit umwandelte. Die 33-Jährige hat das Urteil bereits akzeptiert. In Malaysia ist es der muslimischen Mehrheit verboten Alkohol zu trinken, da dort die Scharia angewendet wird.

Im liberalen Westen haben wir hingegen ganz andere Probleme: Rechtlich vollkommen zulässig, sind nun auch die Hells Angels ins Biergeschäft eingestiegen. Unter dem Label “Original 81” vertreibt die Rocker-Organisation, neben diversen Spiritousen und diversen Werbeartikeln, ihr eigenes Bier. Die Polizei zeigt sich entsetzt aber rechtlich ist dagegen nichts einzuwenden. Man kann davon ausgehen, dass kein Teil des Erlöses an die Hinterbliebenen des SEK-Beamten geht, der Mitte März von einem Hells-Angels-Mitglied erschossen wurde

Man kann nur hoffen, dass bei den vielen Bezugsquellen in ganz Deutschland ein Umdenken einsetzt und die Moral über den möglichen Profit siegt. Brüssel hat ja beispielsweise als Alternative das “Fucking Hell” genehmigt! Die Menschen aus dem beschaulichen österreichischen Örtchen Fucking sind darüber zwar nicht sehr erfreut aber zumindest unterstützt man damit keine Organisation deren Mitglieder gerne nach eigenen Gesetzten leben…

Oder wenn Euch die Fuckinger genauso Leid tun wie der Süddeutschen, macht doch euer eigenes Bier oder trinkt einfach eine höllisch scharfe Cola! Prost!

Bier als oder gegen Religion?

BierBerliner Grundschüler machen im Alter der Erstkommunion erste Erfahrungen mit Alkohol und die Hälfte trinkt wohl mehrmals im Monat - nicht gerade die Art von Religion und Beschäftigung mit geistiger Spiritualität, die Anlaß zur Freude gibt.

Ebenso wenig zu lachen wird ein 32-jähriges Model aus Malaysia nach Ende des Ramdans haben, der vergangenen Samstag begonnen hat. Sie wurde in ihrer Heimat zu Schlägen mit einem Rohrstock verurteilt weil sie beim Trinken von Bier erwischt wurde.

Spontan könnte man jetzt denken, einfach mal die Hälfte der Berliner Kids nach Malaysia zu schicken und schauen was passiert und gleichzeitig die Dame nach Berlin auf ein Berliner Kindl einladen!

Oder gleich nach Bayern wo ein Pfarrer für ein kleines Bierstüberl in seiner Kirche kämpft. Die Diözese ist von einem Bierstüberl und angrenzendem Biergarten nicht begeistert, was der Pfarrer der St. Maximilians-Kirche in München noch nicht aufgeben hat lassen.

Man möge daran erinnern, dass schon die Mönche gute Braumeister waren also eine Verbindung zwischen Religion und Alkohol schon immer bestand. Wohlbemerkt eine Verbindung nicht ein Ersatz, liebe Berliner Schüler! Ein kleiner Blick des Islam hinüber zum christlichen Umgang mit dem Gerstensaft würde nicht nur dem realen Konsum Rechnung tragen sondern auch zur Verständigung der Kulturen beitragen – ohne Alibi für die Schüler!